Arterhaltung

Wieso Arterhaltung?

Zahlreiche Nutztierrassen sind in Deutschland bereits verschwunden, viele andere sind sehr selten geworden.

Noch gibt es sie, aber wie lange noch?

Mit jeder verlorenen Rasse geht auch ein wertvolles genetisches Potential verloren und dies ist ein unwiederbringlicher Verlust von Kulturgut und eine Verarmung des Landschaftsbildes.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges hat eine starke Veränderung im Bereich der Nutztierhaltung eingesetzt. Der Großteil dieser Tierbestände setzt sich aus einigen wenigen Hochleistungs-Tierrassen zusammen.

Eine Vielzahl von alten einheimischen Rassen starb aus oder ist nur noch in kleinen Restbeständen vorhanden.

Früher waren die Haustiere auf vielfältige Weise im landwirtschaftlichen Betrieb eingebunden. Bei Rindern wurde nicht nur die Milch- und Fleischleistung geschätzt, sie mußten auch Wagen und Pflug ziehen.

Mit der Industrialisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft setzte eine Spezialisierung ein, die weg von der Vielnutzungsrasse zur Ein- oder Zweinutzungsrasse führte.

Die alten Rassen jedoch sind Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, über Generationen und Jahrhunderte gezüchtet, und prägen ihr Verbreitungsgebiet in vielfältiger Weise.

Sie sind damit ein zu schützendes Kulturgut, ähnlich wie Baudenkmäler, Kunstwerke oder ein alter Baum.